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Wer war eigentlich ...? Bedeutende Persönlichkeiten der Geschichte

Wer war eigentlich ...? Jean-Paul Sartre

Steckbrief

Biografie und Leben

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Frhes Leben und Ausbildung

Jean-Paul Sartre wurde am 21. Juni 1905 in Paris geboren. Sein Vater starb, als er erst 15 Monate alt war, und seine Mutter zog ihn alleine auf. Sartre studierte an der cole Normale Suprieure in Paris, wo er Albert Camus, Maurice Merleau-Ponty und Simone de Beauvoir kennenlernte. Er graduierte 1929 mit einem Abschluss in Philosophie.

Frhe Schriften und politisches Engagement

Sartre verffentlichte 1938 sein erstes Buch "Das Sein und das Nichts", das als bedeutendes Werk der Existenzphilosophie gilt. Er war auch politisch engagiert und schrieb Artikel fr linke Zeitschriften und Zeitungen. Whrend des Zweiten Weltkriegs war Sartre ein aktiver Widerstandskmpfer und engagierte sich auch spter in politischen Kampagnen gegen den Kolonialismus und den Vietnamkrieg.

Existenzialismus und Theaterarbeit

Sartres Arbeit im Bereich der Existenzphilosophie und des Existenzialismus war ein wichtiger Beitrag zur Philosophie des 20. Jahrhunderts. Er schrieb auch zahlreiche Theaterstcke, darunter "Die Fliegen" und "Geschlossene Gesellschaft", die sich mit existenziellen Themen wie Freiheit, Verantwortung und Identitt auseinandersetzen.

Die Beziehung zu Simone de Beauvoir

Sartre hatte eine langjhrige Beziehung zu Simone de Beauvoir, einer anderen bedeutenden franzsischen Intellektuellen. Die beiden trafen sich whrend ihres Studiums und blieben lebenslang eng verbunden, obwohl sie nie geheiratet haben. De Beauvoir war auch eine wichtige Philosophin und Schriftstellerin in ihrem eigenen Recht und ihr Werk beeinflusste Sartre mageblich.

Sptere Jahre und Tod

In den 1960er Jahren war Sartre ein prominenter Gegner des Vietnamkriegs und engagierte sich fr die antikoloniale Bewegung in Algerien. Er erhielt 1964 den Nobelpreis fr Literatur, den er jedoch aus politischen Grnden ablehnte. Sartre starb am 15. April 1980 in Paris im Alter von 74 Jahren. Sein Werk und sein Einfluss auf die Philosophie und die intellektuelle Welt haben bis heute Bestand.

Sartres politische Haltung

Sartres politische Haltung und Aktivismus waren ein wichtiger Teil seines Lebens und seiner Arbeit. Er war ein Verfechter des Marxismus und des Sozialismus und glaubte, dass die Menschen die Verantwortung haben, ihre Welt zu gestalten und zu verbessern. Sartre untersttzte auch die Gewerkschaftsbewegung und setzte sich fr die Rechte von Arbeitern ein.

Sartre und der Feminismus

Obwohl Sartre als Feminist kritisiert wurde, hatte er auch Einfluss auf die feministische Bewegung. Simone de Beauvoir schrieb in ihrem Buch "Das andere Geschlecht" ber die soziale Konstruktion von Geschlecht und zitierte Sartres Arbeit als wichtigen Einfluss. Sartre selbst schrieb auch ber die Bedeutung von Geschlecht und Sexismus in der Gesellschaft.

Sartres Beitrag zur Literatur

Sartres Einfluss auf die Literatur des 20. Jahrhunderts war enorm. Sein Roman "Der Ekel" und seine Theaterstcke "Die Fliegen" und "Geschlossene Gesellschaft" sind Klassiker der franzsischen Literatur und haben weltweit Anerkennung gefunden. Seine Arbeit im Bereich der Existenzphilosophie hat auch zahlreiche Schriftsteller und Denker beeinflusst.

Sartres Philosophie im Kontext des 20. Jahrhunderts

Sartres Philosophie ist eng mit dem Kontext des 20. Jahrhunderts verbunden, insbesondere mit den Auswirkungen von Krieg, Kolonialismus und Technologie. Seine Betonung der menschlichen Freiheit und Verantwortung, seine Kritik am Kapitalismus und seine Analyse von Machtbeziehungen haben auch heute noch Relevanz und inspirieren Philosophen und Aktivisten auf der ganzen Welt.

Sartres Philosophie der Existenzialismus

Sartres Philosophie des Existenzialismus ist eines seiner bekanntesten Werke. Sie betont die Bedeutung der individuellen Freiheit und Verantwortung und die Notwendigkeit, das Leben und die Existenz selbst zu gestalten. Sartre vertrat die Ansicht, dass der Mensch in einer "hinflligen Welt" lebt, die durch den Tod und die Abwesenheit Gottes gekennzeichnet ist, und dass wir uns dieser Tatsache stellen mssen, um uns selbst zu verwirklichen.

Sartres Beziehung zu Simone de Beauvoir

Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre hatten eine der bekanntesten Beziehungen der franzsischen intellektuellen Welt. Sie waren Partner und lebten zusammen, aber sie hatten auch eine offene Beziehung und hatten Liebschaften mit anderen Menschen. De Beauvoir schrieb auch ber ihre Beziehung in ihren Memoiren und betonte ihre Unabhngigkeit und ihr eigenes Denken.

Sartres Einfluss auf die politische Theorie

Sartres Philosophie und politischer Aktivismus hatten auch einen groen Einfluss auf die politische Theorie und die Entwicklung des Marxismus. Er betonte die Bedeutung der individuellen Freiheit und Verantwortung und kritisierte den Totalitarismus und die Unterdrckung von Freiheit durch Regierungen. Sein Werk "Kritik der dialektischen Vernunft" hat auch die Diskussionen ber die Bedeutung von Revolution und politischem Wandel beeinflusst.

Sartre und die Kunst

Sartre hatte auch einen Einfluss auf die Kunstwelt, insbesondere durch seine Arbeit als Kritiker und sein Engagement fr das Theater. Er war ein Befrworter des engagierten Theaters und glaubte, dass Kunst eine politische Botschaft haben sollte. Seine Arbeit als Kritiker konzentrierte sich auch auf die Bedeutung der Kunst in der Gesellschaft und ihre Rolle bei der Gestaltung der Wahrnehmung von Realitt.

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